Fudge-Karamell-Konfekt: An denen ist alles echt

Aromakuenstler: »Fudge-tastisch bedeutet bei mir – Handgemacht in Hessen!«

Ist Fudge tatsächlich die bessere Schokolade? Mit dieser Frage im Gepäck haben wir Thomas Niedermayer in Obertshausen besucht. In seiner 2015 gegründeten Manufaktur entstehen die feinen Köstlichkeiten aus dem Grundprodukt Weichkaramell, die er unter dem Namen »Aromakuenstler – Fudge for People“ und mit dem aussagekräftigen Hinweis auf «Handgemacht in Hessen» anbietet. 

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FÜR SIE – Ausgabe Mai 2017





Januar/Februar 2017



19. Oktober 2016 – OP Online 

Obertshausen (red) – Dieser Termin schmeckte Roger Winter: Der Bürgermeister besuchte den kreativen Neuunternehmer Thomas Niedermayer in seiner kleinen Werkstatt an der Bahnhofstraße. Seit 2015 stellt der gelernte Konditor hier eine britische Leckerei namens Fudge her. Hierbei handelt es sich um handgefertigtes Weichkaramell. Fudge wird traditionell im Kupfertopf, mit feinsten Zutaten und Gewürzen hergestellt. Verwendet werden beispielsweise peruanische Edel-Hochland-Schokolade, feinste Butter und getrocknete Früchte, die den einzigartigen Geschmack und Konsistenz für das Fudge bilden. Der Hesse mit den bayerischen Wurzeln bezeichnet sich selbst als Genussmensch und hat mit seiner Leidenschaft für das Kochen und Backen nun eine neue kulinarische Herausforderung gefunden.

Das Tüfteln an neuen Rezepturen bereitet dem Jungunternehmer große Freude und so entstehen immer wieder neue Ideen wie etwa das Hessen Fudge. Rund neun Sorten umfasst aktuell das Angebot der Aromakünstler, die mit dem Logo „Handgemacht in Hessen“ für Geschmacksexplosionen werben. Die Produkte, die er in Zusammenarbeit mit seiner Mitarbeiterin Selma Kirch herstellt, werden in diversen Feinkostläden des Hessenlandes vertrieben und können selbstverständlich auch in seinem Online-Shop bestellt werden.

Des Weiteren sind die Aromakünstler bei Messen in Frankfurt und Hamburg vertreten, um dort die Köstlichkeiten aus Obertshausen zu präsentieren.

„Der Besuch war in jeder Hinsicht ein Genuss“ erklärt Bürgermeister Roger Winter. „Neben dem kulinarischen Erlebnis war es erfrischend, mit welcher Begeisterung Thomas Niedermayer seinen Lebenstraum verwirklicht hat“, lobte der Rathauschef die Aromakünstler.

Bei dem Besuch wurde zudem vereinbart, dass demnächst eine Lieferung der Köstlichkeiten an die Stadtverwaltung erfolgt, um auswärtige Gäste mit einem kulinarischen Gruß aus Obertshausen beglücken zu können.


Salted Caramel, Whisky und Vegani Fudge. Schon die Namen wecken Lust auf etwas Süßes. Thomas Niedermayer ist „Aromakünstler“. So nennt er seine Manufaktur über einem Laden in der Bahnhofstraße 50. In seiner kleinen Küche entstehen die Leckereien. Damit erfüllt er sich seinen Traum.

Der Unternehmer war schon immer Hobby-Koch. „Es hat mir schon als Kind Spaß gemacht, zu kochen“, sagt Niedermayer, „ich bin gelernter Konditor“. Danach wechselte er in ein Angestelltenverhältnis. Der Betrieb musste Insolvenz anmelden und Niedermayer stand vor der Frage: weitermachen wie bisher oder einen Neuanfang wagen?

Schon seit langem hegte er den Wunsch, sich selbstständig zu machen und zurück zu seinen Wurzeln zu gehen. Niedermayer: „Ich probierte mich an Kuchen im Glas und Chutneys, aber der Markt dafür ist schon lange übersättigt.“ Es musste eine originellere Idee her. Der Besuch einer Fudge-Manufaktur in England bescherte ihm dann die entscheidende Idee. So etwas gab es in Deutschland noch nicht.

Es folgten Monate des Experimentierens und Ausprobierens bevor der gelernte Konditor seinen Number-1-Fudge an eine Bekannte zu ihrer Restaurant-Eröffnung verkaufte. Ein erfolgreicher Start für den Neu-Unternehmer.

Inzwischen zählt das Sortiment neun bis zehn Variationen des Schoko-Karamells und wird in 30 Geschäften verkauft. Sein Zuckerwerk gibt’s aber nicht im Supermarkt. „Ich suche mir kleine, inhabergeführte Läden“, erläutert Niedermayer, „denn Fudges muss man probieren“. Seine Zutatenauswahl ist so außergewöhnlich wie hochwertig. Er achtet darauf, dass er Gewürze und Alkohol aus der Region verwendet. Die Zutatenlieferanten sind ebenfalls kleine Betriebe. Man helfe sich gegenseitig, sagt der Fudge-Bäcker.

Seine Ideen nimmt er aus seiner Liebe zum Kochen. „Ich koche freestyle, ganz ohne Rezept“, sagt er und lacht. Das helfe. Inspiration nimmt er auch aus verschiedenen Regionen: Ein Hessen-Fudge mit Äppelwoi oder ein Black-Forest-Fudge mit Kirschwasser speziell für einen Kunden.

Zu Probierterminen werden auch schon mal Zutaten mitgenommen. „Als wir den Gin probierten, habe ich weiße Schokolade und noch andere Zutaten mitgenommen, um direkt zu probieren, ob das zusammenpasst“, sagt er.

Eine gute Idee und ein hochwertiges Produkt alleine sind keine Erfolgsgaranten, weiß Niedermayer: „Du musst dein Baby lieben, denn ohne viel Einsatz geht nichts.“ Am Anfang war es normal, dass er 14 Stunden am Tag arbeitete. „Auch jetzt stehe ich vor Messen schonmal bis Mitternacht in der Küche.“ Wichtig sei es auch, frei in seinen Entscheidungen zu sein. Ist man abhängig von Banken, sei man eingeschränkt.

Und, wie sehe ein Obertshausen-Fudge aus? Die Frage lässt Niedermayer schmunzeln: „Auf jeden Fall muss dunkle Schokolade rein und Erdnüsse“, erinnert ihn die Stadt doch vor allem an seine Lederwaren: „Oder Grüne-Soßen-Kräuter und weiße Schokolade“, sagt er grübelnd, „ja, das wäre doch vielleicht eine Idee für eine neue Sorte“.

Die Fudges können unter aromakuenstler.de bestellt oder in der Manufaktur abgeholt werden. „Ich freue mich immer, wenn Kunden persönlich vorbei kommen“, sagt der Inhaber mit einem Lächeln und arbeitet schon an den nächsten Sorten – unter anderem an einem Brotaufstrich aus Karamell.


Artikel aus der FAZ – Juli 2016


Aromakünstler im HR4 Radio


Aromakünstler im Hessentipp

Copyright: Hessentip, ARD Mediathek 2016


Offenbach Post – Januar 2016


essen & trinken – Ausgabe 11/2015